Irland hat 4,9 Mio. Einwohner, Hauptstadt ist Dublin. Das Land liegt auf der gleichnamigen Insel am westlichsten Rand Europas, umspült vom Atlantik. Amtssprachen sind Englisch und Irisch.
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Irland, eine Insel im Nordatlantik, ist ein Staat mit einer überwiegend flachen Landschaft, die im Westen und Süden von niedrigeren Bergketten unterbrochen wird. Bekannt für seine saftig grünen Felder, aber auch für felsige und moorige Gebiete, ist es die zweitgrößte Insel Europas.
Die Republik Irland umfasst 80% des Territoriums, während der Norden Teil des Vereinigten Königreichs ist. Die Natur Irlands, die aufgrund geringer Besiedlung und Umweltverschmutzung weitgehend unberührt geblieben ist, wird durch staatliche Naturschutzprogramme geschützt, die Nationalparks und Schutzzonen umfassen.
Die Insel hat eine begrenzte Artenvielfalt bei Säugetieren und Reptilien, bedingt durch ihre Insellage. Ursprünglich eine Agrarwirtschaft, hat sich Irland seit den späten 1950er Jahren durch gezielte Ansiedlung von Unternehmen zu einem der reichsten Länder Europas entwickelt und den Spitznamen "Keltischer Tiger" erhalten.
Die Geschichte Irlands reicht bis etwa 6000 v. Chr. zurück. Die Kelten besiedelten die Insel ab 700 v. Chr., gefolgt von Wikingerinvasionen im 9. Jahrhundert, die zur Gründung von Städten wie Dublin führten. Nach Konflikten und Aufteilungen geriet Irland im 12. Jahrhundert unter normannische und später englische Herrschaft.
Religionsunterschiede zwischen dem protestantischen England und dem katholischen Irland führten im 19. Jahrhundert zu einer starken Unabhängigkeitsbewegung. Nach bewaffneten Auseinandersetzungen wurde 1922 der Irische Freistaat als Teil des Britischen Reiches gegründet, der sich 1937 zum Staat Irland und 1949 zur Republik erklärte. 1973 trat Irland der Europäischen Gemeinschaft bei.
Irlands Klima ist gemäßigt maritim, geprägt von milden Wintern (-2 bis +5 °C im Januar) und kühlen Sommern (+17 bis +20 °C im Juli) mit viel Regen und geringen Temperaturschwankungen. Die Nordatlantikströmung sorgt für die Erwärmung der Insel.
Irland, eine Insel im Nordatlantik, ist reich an Geschichte und Naturschönheiten. Dublin, eine der ältesten Städte Westeuropas, beeindruckt mit historischen Stätten wie dem Dublin Castle aus dem 12. Jahrhundert und der St. Patrick's Cathedral. Das Trinity College, gegründet von Königin Elizabeth, ist eine weitere bedeutende Institution.
Die Insel ist berühmt für ihre vielen Museen und Parks. Im Sommer zieht Irland Besucher mit seinen Stränden und Tauchangeboten an, insbesondere in der Grafschaft Donegal, die für ihre "blaue Flagge"-Strände bekannt ist. Zu den zahlreichen Sehenswürdigkeiten zählen Bunratty Castle, die Cliffs of Moher und das Galway City Museum.
Geografisch ist Irland von zentralen Tiefländern, Sümpfen, Seen und Flüssen geprägt. Die höchsten Erhebungen finden sich in Gebirgszügen wie den Macgillicuddy's Reeks. Die Westküste wird von beeindruckenden Meeresklippen dominiert, allen voran die Cliffs of Moher. Zahlreiche Küsteninseln, darunter Achill Island, sowie Halbinseln wie Beara und Dingle prägen das Bild.
Der Shannon River ist mit 386 km der längste Fluss. Administrativ ist die Republik Irland in 26 Landräte und verschiedene Stadträte unterteilt. Die Grafschaft Dublin ist die bevölkerungsreichste, gefolgt von Cork und Galway.
Irischsprachige Regionen sind besonders in Galway zu finden. Nordirland, ein Teil des Vereinigten Königreichs, nimmt etwa 17% der Inselfläche ein. Der Lough Neagh ist der größte Süßwassersee des Vereinigten Königreichs.
Beeindruckende Gebirge wie die Sperrin Mountains und die Morne Mountains, mit dem Slieve Donard als höchstem Punkt, prägen die Landschaft. Das Antrim-Plateau und der Giant's Causeway sind herausragende Naturphänomene. Historische Grafschaften wie Antrim und Down sind bekannt, während Belfast als Hauptstadt und wichtigstes Zentrum für Handel und Kultur gilt.
Dublin, die Hauptstadt und größte Stadt Irlands (1.173.179 Einwohner), liegt an der Mündung des Flusses Liffey.
Gegründet als Wikinger-Siedlung, entwickelte sich Dublin zum Zentrum des Keltischen Tigers, bis 2008 eine der reichsten Städte der Welt. Weitere bedeutende Städte sind Cork (208.669), Limerick (94.192) und Galway (79.934).
In Nordirland ist Belfast (333.000) die Hauptstadt, gefolgt von Derry (85.016), Lisburn (71.465), Newtownabby (62.056) und Bangor (58.388). Irland hat ein maritimes Klima.
Der römische Katholizismus ist mit 78,8% die dominierende Religion, wobei die Verfassung Religionsfreiheit garantiert.
Die Irische Republik hat über 4,9 Millionen Einwohner, wovon 85 % Iren sind. Rund 500.000 sind nicht-irische Bürger, hauptsächlich aus Polen, Großbritannien, Litauen und Rumänien.
Irland hat zudem eine große Diaspora im Ausland, z.B. in den USA und Kanada. Als Amtssprachen gelten Irisch-Gälisch, eine alte und in Schulen unterrichtete Sprache mit drei Dialekten (Munster, Connacht, Ulster), und Englisch, das seit dem 12. Jahrhundert verbreitet ist und heute von über 97 % der Bevölkerung gesprochen wird.
Unter den Fremdsprachen ist Polnisch am weitesten verbreitet (über 135.000 Sprecher), gefolgt von Französisch (über 54.000) und Rumänisch (über 36.000). Weitere Sprachen sind Tschechisch, Slowakisch, Ungarisch, Lettisch und Litauisch.
Schüler wählen oft Französisch, Italienisch, Deutsch oder Spanisch. Irland ist zudem für seine reiche Kultur, insbesondere als Nation von Geschichtenerzählern, und Erfolge in Musik und Sport bekannt.
Irland, eine Insel im Nordatlantik, ist reich an natürlichen Schönheiten, darunter zahlreiche Flüsse, Seen und Berge. Der längste Fluss des Landes ist der Shannon, der durch 17 Grafschaften fließt und sich zu drei Seen erweitert, bevor er in den Atlantik mündet.
Die Flüsse Barrow, Suir und Blackwater sind ebenfalls bedeutend, wobei letzterer als einer der besten Orte zum Lachsfischen gilt. Northern Ireland beherbergt den Fluss Bann, der durch Loch Neagh fließt, den größten See der britischen Inseln.
Zu den höchsten Bergen Irlands, den sogenannten "irischen Munros", zählen Carrauntuil und Knock on Page, die sich hauptsächlich in der Grafschaft Kerry befinden.
Diese Berge bieten oft steile Hänge und felsige Gipfel mit atemberaubenden Ausblicken. Neben dem riesigen Loch Neagh sind Loch Corrib und Loch Derg wichtige Süßwasserseen, die für ihre Tiefe, zahlreichen Inseln und als Wasserressourcen für die Republik Irland bekannt sind.
Loch Erne und Loch Ri sind weitere bedeutende Seen, die zur landschaftlichen Vielfalt beitragen. Die größten Inseln Irlands sind Achill Island an der Westküste, bekannt für ihren Tourismus, und Inishmore mit ihren antiken Denkmälern.
Valencia und Great Island sind ebenfalls bevölkerungsreich und wichtiger Teil der irischen Küstenlandschaft. Gorumna Island, bestehend aus drei kleineren Inseln, ist durch Brücken mit dem Festland verbunden. Irland bietet somit eine Fülle von natürlichen und kulturellen Reichtümern.
Irlands Wirtschaft stützt sich auf diverse Sektoren. Der Agrarsektor, der etwa 15% der Landesfläche umfasst, trägt mit 1,6% zum BIP bei und beschäftigt 5% der Arbeitskräfte. Hauptanbauprodukte sind Gerste und Kartoffeln, während die Viehhaltung (Rinder, Schafe) und Geflügelzucht ebenfalls wichtig sind.
Der Fischereisektor, hauptsächlich im Keltischen Meer und Atlantischen Ozean, produzierte 2003 rund 293.598 Tonnen Fisch, darunter Stechmücken und Hering. Süßwasserfischerei konzentriert sich auf Lachs und Forelle, und die Aquakultur züchtet Muscheln und Lachs. Irland verfügt über beträchtliche Öl- und Gasreserven, darunter die Barriro-Ölquelle und die Gasfelder Corrib und Kinsale Head.
Das irische BIP belief sich 2018 auf 385 Milliarden US-Dollar, mit einem Pro-Kopf-BIP von 80.641 US-Dollar, das viertgrößte der Welt. Viele Ökonomen sehen das BIP jedoch kritisch aufgrund steuerlicher Anreize für internationale Unternehmen.
Die Wirtschaft fokussiert sich auf Finanzdienstleistungen, Hochtechnologie und Biowissenschaften. Landwirtschaft, Bergbau, Forstwirtschaft und Fischerei steuern insgesamt 5% zum BIP bei und beschäftigen 8% der Erwerbstätigen.
Der Bergbau konzentriert sich auf Zink, Blei und kleinere Mengen anderer Mineralien; Irland ist ein führender Zinkexporteur. Die Erdgasförderung in den Feldern Corrib und Kinsale beläuft sich auf etwa 20 Milliarden Kubikmeter. Die Pharma- und Medizintechnikindustrie ist ein schnell wachsender Sektor mit über 100 Unternehmen, 25.000 Beschäftigten und 9,4 Milliarden Euro Jahresumsatz im Bereich Medizintechnik.
Die Pharmaindustrie beschäftigt fast 50.000 Menschen und erzielt Exporte von rund 60 Milliarden Euro jährlich. Der Technologie-, Software- und IKT-Sektor ist stark durch ausländische Unternehmen geprägt, insbesondere in Dublin. Der IKT-Sektor beschäftigt über 35.000 Menschen und erwirtschaftet jährlich rund 35 Milliarden Euro.
Mehr als 200 IKT-Unternehmen, darunter globale Tech-Giganten, sind in Irland ansässig. Der Softwaresektor erzielt über 16 Milliarden Euro Umsatz und beschäftigt rund 20.000 Mitarbeiter, was Irland zum zweitgrößten Softwareexporteur der Welt macht.
Der Finanzdienstleistungssektor beschäftigt fast 35.000 Menschen und erzielt Steuereinnahmen von durchschnittlich 2 Milliarden Euro. Das Dubliner International Financial Services Centre zieht erhebliche ausländische Direktinvestitionen an. Die Bankenlandschaft wird von der Bank of Ireland, der AIB Bank und der Ulster Bank dominiert.
Export und Handel bilden das Rückgrat der irischen Wirtschaft, mit einem Handelsvolumen von rund 270 Milliarden Euro im Jahr 2009. Irland exportiert stark in den Bereichen Software, Medizintechnik und Pharmazeutika und ist ein bedeutender Exporteur von Zink und Blei. Tourismus trägt fast 4% zum BIP bei.
Hauptimporte sind Datenverarbeitungsgeräte, Öl, Kleidung, Textilien und Chemikalien. Haupthandelspartner sind EU-Staaten. Die irische Küche, geprägt von historischen Einflüssen, hat Kartoffeln als Grundnahrungsmittel.
Bekannte Gerichte sind Kohl und Speck mit Kartoffeln, irischer Eintopf, Colcannon und Kartoffelpuffer. Zu den wichtigsten Touristenattraktionen zählen die Cliffs of Moher an der zerklüfteten Westküste, die jährlich über 1 Million Besucher anziehen. Cork, die zweitgrößte Stadt, beherbergt den English Market.
Der Killarney National Park ist bekannt für seine Flora und Fauna. Dublin, die Hauptstadt, bietet das Trinity College mit dem Book of Kells, das Guinness Storehouse und historische Kathedralen.
Kilkenny besticht durch seine mittelalterliche Architektur und das Kilkenny Castle. Galway an der Westküste ist berühmt für die Aran Islands, Connemara, seine Kunstszene und Festivals. Die Grafschaft Donegal lockt mit Stränden und Naturlandschaften wie dem Mount Errigal. Waterford, die älteste Stadt Irlands, wartet mit historischen Stätten wie Lismore Castle auf.
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